Tana French: „Sterbenskalt“
Auch in ihrem dritten Roman schafft es die irische Krimiautorin Tana French meisterhaft, ihre Leser zu fesseln. Wobei hier Spannung keineswegs durch immer blutigere Details aufgebaut wird, sondern durch wirklich einzigartige Einblicke in die Abgründe der menschlichen Seele. In "Sterbenskalt" begegnet dem Leser ein beklemmendes Familien- und Kleinstadtpanorama, das vielschichtig nah am echten Leben ist. Protagonist Francis Mackey, ein verdeckter Ermittler, wird auf brutale Weise mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Seine Familie, zu der er vor langem alle Brücken abgebrochen hat, teilt ihm mit, dass in einem verlassenen Haus der Reisekoffer seiner Jugendliebe Rosie gefunden wurde. Diese ist also keineswegs ohne ihn durchgebrannt ist, wie er damals angenommen hatte. Ein Strudel von Ereignissen nimmt ihren Lauf. Menschliches Scheitern, Hoffnung und Verlust ziehen sich durch Frenchs Romane wie der Faden der Ariadne.



















